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Besuch Wirtschaftsminister |
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| | POTSDAM - Den Humor scheint der Potsdamer Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns über seinen Rücktritt vom Vorsitz der märkischen CDU nicht verloren zu haben. „Man ist ja gezeichnet“, witzelte er gestern nach einem dreidimensionalen Gesichtsscan bei der Firma GF Messtechnik (GFM) in Teltow (Potsdam-Mittelmark) beim Anblick seiner eigenen, tiefen Falten. Doch eigentlich ging es um Hightech und nicht um Politikermühsal. Der Betrieb mit 34 Beschäftigten war eine Station auf der Tour des Ministers zu innovativen Firmen in Brandenburg.
GFM entwickelt Gesichtsscanner für biometrische Sicherheitstechnik, aber auch für die Kosmetikindustrie, die anhand der Faltentiefe die Wirkungsweise ihres Cremes testet. Selbst für die Automobilindustrie ist das Unternehmen mit einem Jahresumsatz von rund fünf Millionen Euro tätig. Hier geht es zum Beispiel um die Entwicklung von Robotern, die Zylinderköpfe am laufenden Band vermessen können. „Gegenüber der üblichen Messung im Labor ist das eine gigantische Zeitersparnis“, erklärt Geschäftsführer Gottfried Frankowski. | | Das Gesicht von Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns wird bei der GF Messtechnik in Teltow dreidimensional vermessen. | |
Teltow - Ulrich Junghanns hat gut Lachen. Die Falten, die ein Scanner der GF Messtechnik GmbH (GFM) im Gesicht des Brandenburgischen Wirtschaftsministers misst, haben sich noch nicht sehr tief in die Haut eingegraben. Ohnehin sind es an diesem Tag wieder mehr Lach- als Sorgenfalten. Beim Besuch dreier Hightech-Firmen in Teltow stellt sich bei Junghanns Zufriedenheit ein. “Das Tempo, in dem hier neue Produkte entstehen, hat sich enorm gesteigert“, sagt der Minister am Mittwoch gegenüber der Presse und verweist auf den Zuwachs an Arbeitsplätzen, die den Wirtschaftsstandort Brandenburg krisenfester machen würden. Die 36 Mitarbeiter zählende GF Messtechnik GmbH gehört zu jenen aufstrebenden Unternehmen, die sich auch dank der Förderung durch das Wirtschaftsministerium, die ZukunftsAgentur und die InvestitionsBank des Landes Brandenburg in der Region fest verankern konnten. Ihr Spezialgebiet sind optische 3D-Messanlagen, mit denen man nicht nur die Unebenheiten im Gesicht für die Entwicklung neuer Kosmetika messen kann, sondern ebenso Zylinderköpfe für die Autoindustrie oder auch die Oberflächenstrukturen von Skiern. Die Teltower Firma liefert hier so genaue Messwerkzeuge, dass sie vom Deutschen Skiverband zum Offiziellen Technologiepartner erkoren wurde, berichtet Geschäftsführer Gottfried Frankowski nicht ohne Stolz. Schon Sven Hannawald und George Hackl haben ihre Sportgeräte von den Teltowern vermessen lassen. Neu hingegen ist das Anwendungsfeld der Biometrie. Ulrich Junghanns probiert es selbst aus. In Sekundenschnelle hat ein 3D-Face-Scanner sein Gesicht erfasst und in einer Datenbank gespeichert. Spezielle Software kann es nun jederzeit wiedererkennen und identifizieren. Schon haben weltweit Institutionen mit Hochsicherheitsbereichen ihren Bedarf an diesen Geräten angemeldet. | | |
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